Fashion Week Berlin – eigentlich dürften diese Worte reichen, um meine Woche als Fashion Blogger zusammen zu fassen. Aber ich möchte euch in meinem Wochenrückblick diese Woche nicht ganz so viel über Mode erzählen, sondern mehr über die Dinge, die nebenbei passiert sind, wie z.B. die Menschen, die ich getroffen habe und die Sachen oder Situationen, die mich besonders beeindruckt haben oder eine Herausforderung waren. 

Ich kann absolut verstehen, dass manche Leser schon ein wenig genervt sind, wenn sie bei Social Media oder auf Blogs das Wort Fashion Week Berlin lesen. Man sieht es wirklich überall, wenn man sich bei den Fashion Bloggern und Fashion Influencern umsieht. Daher werde ich auf meinem Blog wieder nur 3-5  Blogposts machen, die sich um die Fashion Week drehen – aber es ist auch einfach zu schön und interessant, als dass man es einfach so verpassen möchte. Meine Woche bestand allerdings trotzdem nicht nur aus Fashion.

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WORÜBER ICH MICH ALS FASHION BLOGGER UND REISE BLOGGER GEFREUT HABE – MEINE TOPS

Bevor es nach Berlin ging, legte ich noch einen kurzen Zwischenstop in Frankfurt ein. Ich wollte mir einen neuen Koffer kaufen, da ich seit meinem Wochenrückblick KW 23 ein kleines Kofferproblem habe. Ich war kurz davor mir eine auffällige Farbe aussuchen und konnte mich dann doch bremsen und habe klassisches Schwarz gewählt. So passt der Koffer am besten zu meinen anderen Koffern und ich habe wieder eine Sorge weniger und zwei „Plüsch-Angry-Birds“ mehr – die gab es nämlich als Beigabe dazu :).

Da ich aber schon einmal in Frankfurt in der Stadt war, nutzte ich die Zeit wieder ein wenig für Facebook live und wollte noch ein wenig durch die Stadt laufen und vielleicht noch etwas Hübsches für die Fashion Week in Berlin finden. Ich suche noch immer nach einem perfekten schwarzen Rock, aber gefunden habe ich ihn weiterhin noch nicht. Dafür stellte sich mir eine hübsche Handtasche in den Weg und mir fiel auf einmal auf, dass ich meine Handtasche schon viel zu lange trage und es Zeit für eine Neue wäre.

Die Tasche war von Hugo Boss und gezögert habe ich hauptsächlich, weil die Tasche in  der Farbe rose quartz, also in dezentem rosa, war und somit eigentlich nicht in mein typisches Beuteschema passte. Aber irgendetwas an der Tasche ließ mich nicht mehr locker und so stand meine neue „ungeplante“ Investition fest. Erst später fiel mir auf, dass die Tasche perfekt zu meiner Prada Geldbörse und meinem Visitenkartenetui passte.

Ich überlege zwar immer wieder, ob ich lieber auf eine Louis Vuitton oder Chanel Tasche „sparen“ soll, aber wenn ich dann auf einmal eine Tasche sehe, wo ich das Gefühl habe, dass sie genau richtig ist, bin ich doch immer wieder davon überzeugt, dass ich doch keine Designer Handtasche benötige. Aber wer weiß, ihr werdet ja mitbekommen, wenn sich das irgendwann ändern sollte :). Bisher sind es eben Designer Schuhe, die mich viel mehr begeistern.

Abends saß ich letzte Woche zum Public Viewing in einer Bar, als mich jemand von hinten direkt ansprach „I like your shoes“. Ich weiß ja nicht, wie ihr dazu steht, wenn ihr von Fremden einfach so von hinten angesprochen werdet? Aber für ein unerwartetes Kompliment von einer Frau kann man nicht böse sein, oder? Dazu kommt, dass sie sich damit direkt als Amerikanerin enttarnte, denn das ist mit eine der schönsten Eigenschaften von Amerikanerinnen – sie sagen sofort laut, wenn ihnen etwas gefällt. Lieber alles toll finden, als zu lästern… was für eine schöne Lebenseinstellung und Etwas, was in mir sofort ein wenig Fernweh auslöst.

Es tat wirklich gut so ein nettes (wenn auch oberflächliches) Kompliment zu bekommen und wie der Zufall es wollte, saßen wir auch beim Frühstück neben einander. Ich denke mir selbst auch immer wieder, dass wir uns alle gegenseitig viel mehr Komplimente machen sollten, als nur zu kopieren, nachzueifern oder zu lästern. Aber wahrscheinlich ist das einfach typisch Deutsch? Wir suchen meistens das Negative in allem und übersehen die schönen Seiten.

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WORÜBER ICH MICH ALS LIFESTYLE BLOGGER GEÄRGERT HABE – MEINE FLOPS

Ich kann euch sagen, dass ich diese Woche gar keine Zeit hatte, Negatives an mich heran zu lassen. Dafür war einfach zu viel los und wenn etwas negativ war, dann war es wirklich unwesentlich. Oder soll ich wirklich erwähnen, dass ich zurück ins Hotel musste, um einen 10 EUR Geldschein zu wechseln, weil der U-Bahn Fahrscheinautomat, den ich an dem Tag nutzen wollte, keinen Schein annahm – und natürlich niemand (nicht einmal der Kioskbesitzer) wechseln konnte/wollte.

Klar, in dem Moment wirklich ärgerlich, aber so was von unwichtig für die Menschheit. Oder möchtet ihr wissen, dass ich mutig meine Ledersohlen High Heels getragen habe, und hoffte, dass es nicht regnet, um dann doch komplett nass zu werden? Auch ärgerlich in dem Moment, aber es gibt wirklich Schlimmeres auf der Welt.

Allerdings gab es eine Sache, die es zumindest an die Spitze der Nicht-ganz-so-schlimm-aber-unnötig-Liste geschafft hat – die Deutsche Bahn. Da ich zur Fashion Week gemütlich mit der Bahn anreisen wollte, habe ich mir eine hübsche Verbindung ohne Umstieg gesucht. Mit der ganzen Fotoausrüstung und meinem (überdimensioniertem) Gepäck spart man sich gerne einen Flug und einen unnötigen Umstieg.

Nur noch 20 Minuten Fahrzeit von Berlin entfernt stoppte die Fahrt allerdings auf Grund einer Oberleitungsstörung an einem kleinen Bahnhof. Nach 10 Minuten Wartezeit wurden die Türen geöffnet, damit die Raucher zumindest etwas von dieser Extra-Pause hatten. Nach weiteren 25 Minuten Wartezeit wurde kostenloses Wasser verteilt (großes Lob an dieser Stelle einmal an die Bahn-Mitarbeiter, die übrigens auch bei der millionsten Frage nach den Anschluß-Verbindungen noch recht entspannt blieben).

Nach weiteren 30 Minuten Wartezeit hieß es, dass ein Schienen-Ersatzverkehr vor dem Bahnhof eingerichtet wird und alle aussteigen müssen. Also schnell alles zusammen packen und raus aus dem Zug. Die Treppen des ICE waren natürlich extra hoch, da es sich nicht um einen ICE Bahnhof handelte, sondern um Trebbin, ein kleiner Mini-Bahnhof. Zumindest gab es einen Fahrstuhl. Nach weiteren 30 Minuten Wartezeit auf die drei bestellten Busse in prallster Sonne, die uns 450 Menschen mit einer Fahrzeit von ca. einer Stunde dann nach Berlin bringen sollten, hieß es auf einmal, dass der Zug doch wieder fahren kann.

Also alle wieder einsteigen. Natürlich habe ich für euch bei Snapchat unter @pureglamtv ein paar Eindrücke festgehalten. Lustigerweise auch, als ein Bahnmitarbeiter verbotenerweise die Abkürzung über die Schienen nahm. Verständlicherweise fand er das jetzt nicht ganz so lustig, dass ich ihn dabei gefilmt hatte und bat mich das Video zu löschen. Es machte auch wirklich keinen guten Eindruck für ihn und das, wo er sich doch „nur beeilen“ wollte – also habe ich das Video schnell wieder gelöscht. Zum Glück blieb uns allen der Bus erspart und so kamen wir kurz darauf mit einer extremen Verspätung in Berlin an. Wie gut, dass ich an dem Tag noch keinen Termin hatte.

MEIN PUREGLAM BLOGGER HIGHLIGHT

Hier kommt ganz klar die Fashion Week in den Fokus. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, wieder einige besondere Momente erleben zu können und auf viele besondere Menschen zu treffen. Ich bewundere andere, die wirklich fast jede Show und jedes Event mitmachen und eigentlich nur noch hin und her hetzen und dabei trotzdem irgendwie noch Spaß haben. Für mich macht es allerdings mehr Spaß mich in Ruhe auf eine Story einzulassen – Klasse statt Masse und eben nicht jedes Blogger PR Event mitzunehmen.

Mein persönliches Highlight war das Fitting bei Minx. Anders als beim Michalsky Fitting ging es hier nicht darum, zu sehen, wie die Models angekleidet wurden, sondern selbst ein schönes Outfit für die Fashion Show am nächsten Tag zu bekommen. Denn wenn man schon in der Front Row sitzt, macht es schon Sinn, dann auch in Minx gekleidet zu sein. Die Kleiderauswahl war riesengroß und in vielen verschiedenen Größen vorrätig. Schon beim Betreten des Raumes – nachdem man die Treppen in den (ich glaube) fünften Stock geschafft hatte (Notiz an Vanessa „mehr Sport bitte einplanen“) – wurde man von den netten Damen, die einem helfen, direkt gemustert, was wohl passen könnte.

Ich wählte eine Hotpants-Variante mit Jacke, ein rotes Kleid und eine schwarze Hose mit weißem Top für die Anprobe. Die lange Hose war mir schon bei den Lookbooks von Minx aufgefallen und genau dieses Outfit sah zusammen direkt so aus, daß wir uns einig waren, dass das es der perfekte Look ist, um ihn der Designerin Eva Lutz zu zeigen. Ich fand es so schön, dass Eva selbst guckt, ob der Look auch wirklich passt und gut aussieht. Ich habe mich sehr gefreut einfach ein paar Minuten von Evas kostbaren Zeit in der Fashion Week Vorbereitung zu bekommen und fand es beeindruckend, dass sie genau wußte, wer ich bin und wie ich heiße.

Eva Lutz Minx Franziska Knuppe Fashion Week Berlin Backstage Styling

Während der letzten Fashion Week habe ich Eva Lutz zwar Backstage vor der Show gesehen, aber eher aus der Ferne wahrgenommen. Sie machte dort auch schon einen super sympathischen Eindruck und die Stimmung Backstage war wirklich angenehm. Der Eindruck hat sich jetzt noch einmal verstärkt. Eva ist eine ganz liebe und auch unkomplizierte Frau. Als sie den Look an mir sah: „Toll siehst du aus, Vanessa – fühlst du dich wohl?“ Ich glaube, das sagt bereits alles? Ich habe mich super wohl gefühlt. Das Top musste nur noch ein wenig gekürzt werden (ich glaube, hier merkt man, dass man eben keine Modelgröße hat) und die Hose ein klein wenig enger genäht werden, damit sie noch besser sitzt. Nach nur 10 Minuten war alles fertig zum mitnehmen.

Die passenden Accessoires durfte man sich ebenfalls noch aussuchen. Ich habe die letzte schwarze Tasche, eine Clutch von Minx by Eva Lutz ausgesucht. Der Schmuck wurde wieder von dem lieben Team von Bijou Brigitte zur Verfügung gestellt. Zu dem weißen Top wirkte eine filigrane lange Kette richtig schön, was mich selbst ein wenig verwunderte. Ich werde durch Bijou Brigitte wohl noch zu einem richtigen Schmuckträger :). Glücklich und dankbar verließ ich die Location und war perfekt vorbereitet für die Fashion Show.

Dank Eva durfte ich auch kurz vor der Show wieder in den Backstagebreich und bei den letzten Vorbereitungen zusehen. Es gab einen auffälligen roten Lidstrich beim Make-up und einen Messy-Dutt als Haarstyling bei den Models. Es sah richtig gut zusammen aus und ich habe es sogar geschafft ein Selfie zusammen mit Rebecca Mir zu bekommen. Wie gut, dass ich die Serien-Funktion des Samsung S7 genutzt habe, denn so ist wirklich ein super scharfes Bild dabei gewesen.

Danach ging es für mich nicht zur Laufprobe, sondern zum roten bzw. grauen Teppich. Zum einen, um ein paar bekannte Gesichter zu fotografieren, aber auch um selbst über den Teppich zu laufen. Immer noch ein ungewohntes Gefühl, als ich mich kurz hinter der Pippi Langstrumpf (nein, nicht Bibi Blocksberg 🙂 ) Schauspielerin von damals auf den Teppich vor die Fotografen durfte. Es ist nichts, was man täglich macht und ganz ehrlich, man hätte davor als Frau einfach noch gerne noch einmal einen Blick in den Spiegel geworfen, aber das gibt es dort nicht. Natürlich gehören „Rote Teppiche“ zum erfolgreichen Blogger-Leben dazu, aber es ist doch immer wieder beim ersten Mal bei der Fashionweek ungewohnt.

NACHGEDACHT – BLOGGERLIFE GEDANKENPOST

Ich habe wieder einige interessante Nebenschauplätze und Verhalten von anderen Bloggern gesehen. Wie rücksichtslos hier teilweise miteinander umgegangen wird werde ich nie verstehen. Ein Geschiebe und Gedränge um die Front Row Plätze, die von hinten kurz vor Showbeginn aufgefüllt werden, bzw. die dazugehörige Goodie-Bag. Schön auffällig verhalten und merkwürdig anziehen, damit man von den Fotografen abgelichtet wird und sonst einfach noch ein paar mal hin und her laufen. Natürlich muss man auch auf jede mögliche Show, weil man ja so wichtig ist. Drüber schreiben dann aber doch lieber nur so nebenbei und am liebsten dann doch nur etwas Social Media und Snapchat nutzen. Für den Designer bleibt keine große Anerkennung übrig, Hauptsache als Blogger sitze, bzw. stehe ich im Mittelpunkt. Kein Wunder für mich, dass einige Designer auf manche Blogger nicht mehr gut zu sprechen sind…

EWA HERZOG BERLIN "A touch of nothing"- Fashionshow während der Mercedes Benz Fashionweek 2015 - Spring/Summer 2016 Kollektion - Catwalk - Fashionblog Berlin - Modebloggerin - Backstage - Behind the scenes - Franziska Knuppe, Shan Rahimkhan, Linda Hesse

Ich kann verstehen, warum viele Fashion Blogger keinen guten Ruf in der Fashion Branche haben. Aber PR-Agenturen brauchen eben auch die kleinen Blogger, da es immer noch sehr einfache und günstige Werbung ist. Eine Win-Win Situation: der Blogger fühlt sich wichtig, die Marke bekommt Werbung und die Fashion Show ist eigentlich nur so nebenbei interessant. Wer hier wohl am meisten ausgenutzt wird? Lustig ist ja, dass oftmals Berichte über die Fashion Week zwar gut sind für das eigene Ansehen, aber bei den Lesern des Blog eher zu den unbeliebten Berichten gehören. Da ist eher interessant, was zum Trend wird, aber nicht jede einzelne Show.

Ich habe aber auch viele Blogger bei dieser Fashion Week gar nicht erst gesehen, da viele auf den Berlin-Besuch ganz verzichtet haben. Ich glaube, dass jeder Blogger selbst besser weiß, was seine Leser gerne sehen möchten. So eine Fashion Week ist auf jeden Fall anstrengend – immer wieder aufs Neue.

Ich habe mir auch ein paar Gedanken zum neuen Algorithmus in der Facebook Timeline gemacht und euch die wichtigen Änderungen bei Facebook in einem Blogpost zusammengefasst. Aber auch zum Weltgeschehen gibt es viel zum Nachdenken. Ob es dabei um den Brexit geht oder um die Ereignisse in der Türkei. Es stimmt mich persönlich immer wieder traurig. Ich stand selbst auch schon einmal bei den Security Checks vor dem Check-In in der Türkei. Man denkt automatisch daran zurück, da sie damals sehr genau waren. So traurig es klingt, aber man muss mit solchen Situationen wohl immer wieder rechnen, gerade wenn man viel unterwegs ist – wird man noch häufiger damit konfrontiert…

INSTAGRAM LIEBLINGSBILD @PUREGLAMTV & @VANESSA.PUR

Ich habe viele meiner Bilder aus Berlin auf meinen neuen Instagram-Kanal @pureglam.tv hochgeladen. Ich freue mich, dass ihr mir auch auf meinem neuen Account schon so zahlreich folgt und habe auch hier mein Lieblingsbilder der Woche für euch. Ich kam bei dem Bild gerade vom Fitting bei Minx und ich glaube, man sieht mir an, dass ich mich ernsthaft gefreut habe. Das Wetter war diese Woche aber auch wirklich angenehm und man musste absolut nicht frieren.

Bei meinem Reise Account @pureglamtv gab es Bilder aus Schweden und auf meinem Fashion Instagram-Account @vanessa.pur habe ich diese Woche wenig gepostet. Wenn ihr also Live dabei sein wollt, kann ich euch meinen neuen Account wirklich empfehlen. Ich freue mich dort auf euch. 

AUSBLICK IN DIE NÄCHSTE BLOGGER WOCHE

Natürlich werde ich wieder ein wenig Fußball gucken. Ich habe mich absolut gefreut, als Island weiter kam und bin gespannt, wie weit unsere Mannschaft wohl kommen wird. Aber so richtig kommt noch keine Stimmung auf, oder geht das nur mir so?

Ich werde euch natürlich noch etwas von der Fashion Week auf meinem Blog berichten und einige Blogposts schreiben, die ich mit euch teilen möchte. Wie üblich eine Mischung aus Lookbooks und Wissenswertes. Ich hoffe, ihr habt eine gute Woche vor euch! Bis zum nächsten Wochenrückblick.

Eure Vanessa <3